Steigende Zahl der Fünftklässler: Westerwaldkreis verzeichnet deutlichen Anstieg bei Schulneuanmeldungen
Der Trend ist eindeutig: Die weiterführenden Schulen im Westerwaldkreis stehen vor einem neuen Rekordjahr. Landrat Achim Schweickert informierte den Kreisausschuss darüber, dass die Zahl der Anmeldungen für die Klassenstufe 5 im kommenden Schuljahr 2026/2027 erneut deutlich steigt – und zwar auf 1.832 neue Fünftklässler. Damit setzt sich die Entwicklung wachsender Schülerzahlen fort, die seit dem Schuljahr 2021/2022 zu beobachten ist.
Kontinuierlicher Anstieg über mehrere Jahre
Die Zahlen zeigen eine klare Dynamik: 2022/2023: 1.584 Anmeldungen; 2023/2024: 1.607 Anmeldungen; 2024/2025: 1.664 Anmeldungen; 2025/2026: 1.692 Anmeldungen; 2026/2027: 1.832 Anmeldungen. Damit wächst die Zahl der Neuanmeldungen innerhalb von vier Jahren um fast 250 Schülerinnen und Schüler.
Besonders die Gymnasien im Kreis verzeichnen steigende Zahlen. Die Neuanmeldungen steigen von 682 (2025) auf 716 (2026). Auch die Realschulen plus im Westerwaldkreis wachsen kontinuierlich. Die Entwicklung der vergangenen Jahre zeigt einen klaren Aufwärtstrend: 2022: 837; 2023: 852; 2024: 882; 2025: 898 und 2026: 1.003. Damit überschreiten die Realschulen plus erstmals die Marke von 1.000 Neuanmeldungen.
Die beiden Fachoberschulen im Kreis verzeichnen ein gemischtes Bild. Die FOS Höhr-Grenzhausen hat insgesamt 60 Anmeldungen (–4 zum Vorjahr). Im Zweig FOS Gestaltung: 30 (+2), bei FOS Technik: 30 (–6). Die FOS an der Realschule plus – Hachenburger Löwe erreicht insgesamt 56 Anmeldungen (+5 zum Vorjahr). Für die Fachrichtung Gesundheit haben sich 26 (+13) und für die Fachrichtung Wirtschaft/Verwaltung haben sich 30 (–8) Schüler/innen entschieden.
Die höchsten Anmeldezahlen wurden mit 234 Schüler(inne)n am Mons-Tabor-Gymnasium in Montabaur, 120 am Konrad-Adenauer-Gymnasium in Westerburg sowie mit 117 bzw. 113 an der Marie-Curie-Realschule plus in Bad Marienberg bzw. an der Integrierten Gesamtschule in Selters erreicht. Der Kreisausschuss hat die vorgestellten Zahlen zur Kenntnis genommen. Die anhaltend steigenden Anmeldezahlen stellen vor organisatorische Herausforderungen. Gleichzeitig zeigen sie aber auch die Attraktivität und Leistungsfähigkeit der Schulen in der Region.