Sachstandsbericht: Westerwaldkreis treibt KIPKI Maßnahmen konsequent voran
Der Westerwaldkreis kommt bei der Umsetzung des Landesförderprogramms KIPKI (Kommunales Investitionsprogramm Klimaschutz und Innovation) spürbar voran. Das Programm des Landes Rheinland Pfalz unterstützt kommunale Investitionen in Klimaschutz und Klimafolgenanpassung mit einer vollständigen Kostenübernahme. Von den landesweit bereitgestellten 180 Millionen Euro entfallen knapp 3 Millionen Euro auf den Westerwaldkreis. Landrat Achim Schwickert informierte den Kreisausschuss nun über den aktuellen Stand der Projekte.
Priorität für große Photovoltaikanlage am Kreishaus
Bereits 2023 hatten die politischen Gremien des Kreises einen Maßnahmenkatalog beschlossen und fristgerecht beim Ministerium für Klimaschutz, Umwelt, Energie und Mobilität eingereicht. Mit Bescheid vom 1. Juli 2024 wurde der Antrag bewilligt. Angesichts der begrenzten Laufzeit des Programms entschied der Kreisausschuss, die größte Einzelmaßnahme – die Errichtung einer Photovoltaikanlage mit Speicher auf dem Parkplatz des Kreishauses – vorrangig umzusetzen.
Landrat Achim Schwickert erhielt hierfür die Ermächtigung zur Vergabe aller notwendigen Aufträge.
Die Anlage ist inzwischen weitgehend installiert und wird derzeit an den Batteriespeicher angebunden. Zudem werden sämtliche Garagen sowie weitere Stellplätze des Kreishauses mit Ladepunkten ausgestattet. Die vollständige Inbetriebnahme ist aus rechtlichen Gründen erst Mitte Mai 2026 möglich. Bis dahin sollen auch die letzten Restarbeiten abgeschlossen sein. Zwei Dienstfahrzeuge wurden bereits als vollelektrische Modelle angeschafft und werden vorübergehend über das öffentliche Stromnetz geladen.
Weitere Projekte
Als weitere größere Maßnahme steht die Erneuerung der Beleuchtung im Keramikmuseum Höhr Grenzhausen an. Die Kosten werden auf rund 450.000 Euro geschätzt, die Vergabeentscheidung steht unmittelbar bevor. Bereits abgeschlossen ist die Beschaffung von Hard und Software für das Energiemanagement des Kreises, die mit rund 20.000 Euro zu Buche schlägt.
Darüber hinaus prüft der Kreis derzeit, ob die geplante Fassadensanierung der Berggarten Schule in Siershahn mit der Installation einer Photovoltaikanlage auf dem Schuldach kombiniert werden kann. In Verbindung mit der dort bereits bestehenden Erdwärmeheizung könnte ein besonders effizientes und nachhaltiges Gesamtkonzept entstehen.
Mit den laufenden und geplanten Maßnahmen zeigt der Westerwaldkreis, wie kommunale Investitionen gezielt zur Energiewende und zum Klimaschutz beitragen können. Der Kreisausschuss wird sich in den kommenden Monaten weiter mit der Umsetzung der Projekte befassen und über zusätzliche Schritte entscheiden.