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Kreisausschuss setzt Arbeitsgruppe zur Überarbeitung des Nahverkehrskonzepts ein

Neues aus dem KreisausschussIn einer gemeinsamen Sitzung des Kreisausschusses sowie des Ausschusses für Verkehr und Wirtschaft haben die Mitglieder den Startschuss für eine umfassende Überarbeitung des Öffentlichen Personennahverkehrs (ÖPNV) im Westerwaldkreis gegeben. Eine fraktionsübergreifende Arbeitsgruppe soll gemeinsam mit der Verwaltung konkrete Vorschläge für die Weiterentwicklung des Nahverkehrs erarbeiten.

Zu Beginn der Sitzung skizzierte Landrat Achim Schwickert die aktuelle Lage des ÖPNV. Er stellte sowohl die Entwicklung der Fahrgastzahlen als auch die finanziellen Auswirkungen des bestehenden Nahverkehrskonzepts vor. Anschließend informierte Referatsleiterin Simone Rohloff die Ausschussmitglieder anhand einer Präsentation über den Sachstand und zentrale Herausforderungen im Linienverkehr des Kreises.
Schwickert dankte Rohloff für die ausführliche Darstellung und betonte die Bedeutung des Nahverkehrsplans als Grundlage für die Vergabe der Linienbündel. Auch Dr. Kai Müller, stellvertretender Vorsitzender der CDU-Fraktion, würdigte die Arbeit der Verwaltung. Er begrüßte ausdrücklich die Einrichtung einer Arbeitsgruppe, da es sich um ein „umfassendes und tiefgreifendes Thema“ handele. Entscheidend sei, notwendige Anpassungen rechtzeitig vor der nächsten Bündelausschreibung im Jahr 2028 in den Nahverkehrsplan einzuarbeiten.
Mehrere Ausschussmitglieder sprachen sich zudem für einen detaillierten Sachstandsbericht zur Auslastung des ÖPNV aus. Dabei müsse besonders auf die Kosten geachtet werden, da es sich um den Einsatz von Steuergeldern handle. Angebote, die dauerhaft nicht wirtschaftlich betrieben werden können, seien kritisch zu prüfen.
Landrat Schwickert stellte klar, dass die Arbeitsgruppe keine abschließenden Entscheidungen treffen werde. Ihre Ergebnisse sollen zunächst in den zuständigen Gremien beraten und anschließend dem Kreistag zur endgültigen Beschlussfassung vorgelegt werden.
Der Kreisausschuss sowie der Ausschuss für Verkehr und Wirtschaft beauftragten die Kreisverwaltung, einen Arbeitskreis „Überarbeitung Öffentliches Nahverkehrskonzept“ einzurichten. Jede Fraktion entsendet hierfür ein Mitglied sowie eine Stellvertretung. Bis zur Sitzung des Kreisausschusses am 22. Juni 2026 soll der Arbeitskreis einen Zwischen- oder Endbericht zu folgenden Themen vorlegen:
• Prüfung und Identifikation möglicher Verbesserungen im Linienverkehr, etwa durch Anpassungen oder den Wegfall einzelner Fahrten
• Erarbeitung von Änderungen im Nahverkehrsplan als Grundlage für die Linienvergabe im Jahr 2028
• Bewertung von Rufbus- und On-Demand-Angeboten als mögliche Ergänzung des bestehenden Systems
Mit der Einsetzung der Arbeitsgruppe setzt der Westerwaldkreis einen wichtigen Schritt, um den ÖPNV zukunftsfähig, effizient und bedarfsgerecht weiterzuentwickeln.