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Kindern und Eltern gute Zukunft im Westerwaldkreis ermöglichen

Kita BedarfsplanungDer Jugendhilfeausschuss (JHA) des Westerwaldkreises hat die 36. Fortschreibung des Kindertagesstättenbedarfsplanes für 2026/2027 einstimmig beschlossen. Landrat Achim Schwickert machte deutlich, dass der Westerwaldkreis hat in den letzten Jahren vieles dafür getan, um den bedarfsgerechten Ausbau der Kindertagesbetreuung stetig voranzutreiben. CDU-Obmann Karl-Heinz Boll forderte in der Aussprache flexiblere Regelungen und mehr Unterstützung seitens des Landes.

Landrat Achim Schwickert stellte fest, dass insgesamt 392 Plätze für Kinder unter 2 Jahren zur Verfügung gestellt werden. Dies bedeute, dass bereits heute ca. 70 % der Einrichtungen über die Möglichkeit verfügen, Kleinkindern eine gute Erziehung, Bildung und Betreuung zu bieten. Darüber hinaus können ab dem Kindergartenjahr 2026/27 insgesamt 9.685 Kinder ab 2 Jahren in den Tageseinrichtungen im Westerwaldkreis betreut werden.
Der Westerwaldkreis setze sich weiterhin dafür ein, dass das Kinderbetreuungsnetzwerk stetig ausgebaut und an die Bedürfnisse der jungen Familien angepasst wird. Um dies zu gewährleisten, stehen die Mitarbeiter des Jugendamtes im ständigen Austausch mit den Kindertagesstätten vor Ort.
Schwickert: „Mein Dank gilt den Trägern der Kindertagesstätten und den vielen Erzieherinnen, Erziehern und Tagespflegepersonen, ohne deren Engagement eine bedarfsorientierte Kindertagesbetreuung nicht möglich wäre. Gemeinsam werden wir den bewährten Weg konsequent weitergehen und uns den kommenden Herausforderungen stellen. Ich bin davon überzeugt, dass der vorliegende Kindertagesstättenbedarfsplan einen wichtigen Beitrag darstellt, um die Zukunft unserer Kinder und somit auch unseres Landkreises zu sichern.“
Karl-Heinz Boll, Obmann der CDU-Kreistagsfraktion im JHA weist darauf hin, dass mit der Bedarfsplanung 2026/2027 der Westerwaldkreis gemeinsam mit den Trägern und Ortsgemeinden sowie dem Jugendhilfeausschuss Verantwortung für
• ein ortsnahes und familienfreundliches Angebot für die Kinder und Eltern
• bestmögliche personelle Kontinuität in den Einrichtungen
• ein flächendeckendes Angebot u.a. durch die Bereitstellung von Ausweichmöglichkeiten
übernimmt.
Mit der Planung werde auch künftig ein bedarfsgerechtes und ortsnahes Angebot ermöglicht. Es halte die Interessen der Kinder, Eltern und auch der Beschäftigten in den Kindertagesstätten im Auge. Für die Vereinbarkeit von Familie und Beruf wird ein wichtiger Beitrag geleistet.
Boll machte allerdings auch auf bestehende Probleme aufmerksam. „Als Christdemokraten fordern wir das Land erneut auf, Kommunen strukturell und finanziell zu entlasten.
• Baukosten fair teilen: Das Land muss sich dauerhaft mit mindestens 40 Prozent an Neu-, Um- und Erweiterungsbauten sowie Sanierungen beteiligen. „Wer gesetzliche Ansprüche schafft, muss deren Umsetzung auch mitfinanzieren“, Konnexität nicht nur beim Bund.
• Flexiblere Personalplanung: Eine Unterscheidung zwischen Kern- und Randzeiten soll es ermöglichen, in Randzeiten von der Fachkräftestrategie abzuweichen. Natürlich immer unter Wahrung der Aufsichts- und Fürsorgepflicht.
• Personalreserve erleichtern: Kommunen sollen bis zu 10 Prozent Personalüberschreitung genehmigungsfrei einsetzen dürfen, um Ausfälle abzufedern und Verwaltungsaufwand zu senken.
Einen herzlichen Dank richtete Boll an die Verwaltung für die gute Vorbereitung der Kindertagesstättenbedarfsplanung 2026/2027. „Der besondere Dank, ich bin mir sicher da spreche ich für Alle, geht an Udo Sturm und Alexandra Khan. Hier war eine Vielzahl von Abwägungen zu treffen, die mit Maß und Ziel getroffen wurden.“