CDA im Dialog

Zulage für alle relevanten Energieträger gefordert !
Dies war eine wesentliche Übereinstimmung der Diskussionsveranstaltung CDA im Dialog, die am 02.11.2022 in Merkelbach stattfand. Thema des Treffens der Arbeitnehmerschaft der CDU ( CDA ) mit Vertretern der Mittelstandsvereinigung der CDU (MIT ) war die Frage:
Droht uns eine private Insolvenzwelle und eine Konkurswelle im Mittelstand ?

Der Vorsitzende des CDA Gemeindeverbands Hachenburg-Selters, Helmut Kempf, konnte den Vorsitzenden der CDU Mittelstandvereinigung im Westerwaldkreis, Thorsten Albrecht, Hattert, den Westerwälder CDA Kreisvorsitzenden, David Wollweber, Seck, sowie zahlreiche politisch interessierte Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer begrüßen.

Jonathan Noll überbrachte die Grüße des CDU Gemeindeverbandes Hachenburg und des neuen Vorsitzenden des CDU Ortsverbands Hattert-Wiedbachtal, Axel Scheffen, Hattert.
In der engagierten Diskussion war man sich einig, dass die geplanten Entlastungen im Energiesektor, infolge der Wirtschaftssanktionen gegen den Putin-Krieg in der Ukraine, sowohl für Mieter und Hauseigentümer, als auch für Betriebe und Unternehmen nicht den Erfordernissen entsprechen. Von der ursprünglich angedachten Gasumlage der Verbraucher zur Rettung vieler Versorger ist man nun angekommen bei einer Entlastung für Gaskunden und Kunden der Fernwärmeunternehmen. Notwendig ist aber ebenso eine Unterstützung der Betreiber von Ölheizungen und Pelletheizungen, da diese Rohstoffe ebenso exorbitant im Preis gestiegen sind.


Thorsten Albrecht forderte, den Mittelstand vor deutlichen Wettbewerbsnachteilen zu schützen, wenn Konkurrenzunternehmen im europäischen Ausland mit deutlich niedrigeren Energiekosten produzieren und ihre Produkte und Dienstleistungen erheblich günstiger anbieten können.


David Wollweber warnte vor einer sozialen Schieflage für weniger betuchte Arbeitnehmer und alle viele Verbraucher, wenn die gestiegenen Kosten nicht nur im Energiesektor, sondern auch bei allen anderen Waren des täglichen Bedarfs teilweise mehr als 10 % im Preis gestiegen sind. Es ist klar, dass eine erwartete Lohnsteigerung von rund 7-8% in den Tarifverhandlungen nicht ausreicht um den bisherigen Lebensstandard zu sichern.


Beide Referenten stimmten darin überein, dass die Hilfen schnell erfolgen müssen und der von der Bundesregierung geplante Termin der Hilfen 1. März 2023 für viele zu spät ist.
Die Auswirkungen sieht man an der gestiegenen Nachfrage für Lebensmittel bei den Tafeln.
Immer mehr armutsbetroffene Menschen in Deutschland sind auf die Angebote der Tafeln angewiesen. Durch die steigenden Lebensmittelpreise, die Flüchtlinge aus der Ukraine ist die Anzahl der Kunden seit Anfang des Jahres um 50 Prozent gestiegen. Erstmals werden über 2 Millionen Menschen unterstützt. Für die CDA Deutschlands ist klar: Die ehrenamtliche Arbeit der Tafeln müssen in dieser Situation stärker unterstützt werden. Auch staatliche Finanzierungen dürften dabei kein Tabu sein.
Allen Diskussionsteilnehmern war klar, dass in dieser aktuellen schwierigen Situation Arbeitnehmerschaft und Mittelstand noch mehr zusammenarbeiten müssen. Geht es dem Mittelstand schlecht, geht es auch den Arbeitnehmern schlecht; und daran kann keiner ein Interesse haben.
In der vorher durchgeführten Mitgliederversammlung wurde turnusmäßig ein neuer Vorstand des CDA Gemeindeverbands Hachneburg-Selters gewählt: Helmut Kempf, Mündersbach, Wiederwahl als Vorsitzender, Klaus Krämer, Hattert, Wiederwahl als stellvertretender Vorsitzende, Susanne Massow, Unnau, neue stellvertretende Vorsitzende.
Als Beisitzer wurden wiedergewählt: Karl-Heinz Boll, Hachenburg, Luise Kempf, Mündersbach, Elmar Klaas, Marienrachdorf, Jonathan Noll, Merkelbach, Bernd Schneider, Hattert und Rita Spiekermann, Herschbach/Selters.

Verantwortlich:
Helmut Kempf, Unter dem Steinebachborn 1, 56271 Mündersbach, Tel. 02680 8267


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