Jugendhilfeausschuss (JHA) hält an bestehenden Elternbeiträgen fest

Der Pflegekinderdienst, die Überprüfung der Elternbeiträge für Tageseinrichtungen sowie die Gewährung von Zuschüssen zur Ersteinrichtung von Jugendräumen waren wichtige Themen bei der Sitzung des Jugendhilfeausschuss für den Westerwaldkreis.

Sabine Quirmbach stellte in einem umfangreichen Bericht Aufgaben und Zielsetzungen des Pflegekinderdienst vor. Im Mittelpunkt der Arbeit steht dabei das betroffene Kind sowie die familienergänzende Unterstützung durch den Pflegekinderdienst. JHA-Obmann Karl-Heinz Boll dankte dem Personal im Jugendamt für die engagierte Arbeit sowie den Pflegeeltern für ihre Bereitschaft Kinder aufzunehmen.

Die bestehende Staffelung und die Höhe der Elternbeiträge waren Kernpunkte bei der vom JHA gewünschten Überprüfung der festgesetzten Elternbeiträge für Tageseinrichtungen im Westerwaldkreis. Der JHA hat in seiner Sitzung am 07.06.2021 die Elternbeiträge für die Tagesbetreuung von U2-Kindern und von Schulkindern festgesetzt. Weiterhin wurde beschlossen, diese Festlegung der Elternbeiträge zeitlich zunächst auf den 01.07.2022 zu begrenzen, um dann die Entwicklung zu prüfen und die Elternbeiträge ggfls. geändert festzulegen. Zur Auswertung der Verteilung der Familien auf die aktuellen Einkommensstufen und damit die zu leistende Höhe der Elternbeiträge wurden die Fälle des Monats Dezember 2021 zugrunde gelegt. Im Dezember wurden insgesamt 159 U2-Kinder in den Kindertagesstätten und 45 Schulkinder in den Horten des Kreises betreut. Es wurde ermittelt, wie viele dieser 159 bzw. 45 Familien aufgrund ihres Einkommens in welche Einkommensstufe fallen.

Landrat Achim Schwickert berichtete, dass die am 07.06.2021 beschlossenen Einkommensstufen und die Höhe der Elternbeiträge seitens der Eltern gut angenommen werden und sich bewährt haben. Die Eltern im U2-Bereich sind auch bereit, den Höchstbeitrag in Höhe von 480,- € monatlich zu leisten. Eine weitere Erhöhung könnte zu einer geringeren Inanspruchnahme der Kindertagesstättenplätze führen. Außerdem würde eine weitere Erhöhung zu einer stärkeren finanziellen Belastung der Familien führen, die z.B. aufgrund der Corona-Pandemie oder allgemeiner Preissteigerungen bereits zugenommen hat.
Der Jugendhilfeausschuss hat die Befristung seines Beschlusses vom 07.06.2021 aufgehoben. Damit gelten die dort beschlossenen Einkommensstufen und Elternbeiträge für die Tagesbetreuung von U2-Kindern und von Schulkindern unbefristet fort. Mit dem Beschluss wurde auch die von der SPD-Fraktion angestrebte zusätzliche Staffelung und die zum Teil deutlich höheren Beiträge mit deutlicher Mehrheit abgelehnt.

Der Jugendhilfeausschuss befürwortet die Einrichtung der Jugendräume in den Ortsgemeinden Astert, Bannberscheid, Dernbach, Ebernhahn, Mogendorf, Ötzingen und Siershahn und bewilligt jeweils eine Kreiszuwendung in Höhe von 500 €. Die Jugendlichen und die Ortsgemeinden werden dabei durch die VG-Jugendpfleger Benedikt Hallerbach (Wirges) und Michael Weber (Hachenburg) unterstützt.


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